Tag des Festens – Donnerstag, 14.10.21
Der Donnerstag fällt nicht aus dem Rahmen und startet wie gewohnt mit einer Morgendisco. Allerdings dauert es nach der gestrigen Action merklich länger, bis die Schlossbewohner in Tanzstimmung sind. Spätestens beim Frühstück kehrt die Normalität aber wieder ein; es wird geschwatzt, gelacht und sich auf den Tag gefreut. Denn es gibt von Anfang an gute Nachrichten: Der Professor Doktor Meteo ist gestern zurückgekommen und kann so das Schloss vor dem Zerfall retten. Doch zuerst müssen die Kinder ganz laut nach dem Wettermacher rufen, bis er aus seinem Turm kommt. «Ich hatte eine kurze Nacht, schliesslich habe ich noch Ewigkeiten an der Wettermaschine getüftelt – die jetzt aber wieder funktioniert!» verkündet er der versammelten Gesellschaft. In diesem Moment donnert es kräftig, die Wettermaschine wackelt und der Wettermacher ist sichtlich überrascht – schliesslich hat er keinen Befehl zum Donnergewitter erteilt und war überzeugt davon, die Maschine endlich repariert zu haben. Der April, der macht was er will, weist direkt jede Schuldvermutung von sich: «Ich war es nicht, ich war die ganze Zeit hier!» Nach einer kurzen Suche nach dem Problem fällt der Regenwolke auf, dass es eine versteckte Tür gibt, hinter welcher doch tatsächlich der Donner sitzt! Der war so sehr in der Maschine eingeengt, dass er sich nie gegen eingehende Donner-Aufträge wehren konnte. Mit einem «Hau ruck!» befreien die Regenwolke, der April, der macht was er will, und Professor Doktor Meteo den Donner schliesslich aus der Maschine. Kaum freigekommen, beginnt er sogleich heftig auf die Trommel einzudreschen – und anstelle eines Gewitters startet ein rhythmisches Schlagzeug-Konzert, das spontane Tanzeinlagen bei den Zuschauern auslöst. So kommt die Idee auf, ein Fest zu veranstalten – schliesslich gibt es ja auch allen Grund zum Feiern, jetzt wo das Wolkenschloss vor dem Zerfall gerettet ist. Die Kinder sind begeistert und wollen sogleich anfangen, etwas vorzubereiten, als Meteo mit seinem Schirm-Gehstock in der Wettermaschine herumstochert und fündig wird: Er fischt einzelne kleine Wolkenbällchen aus seiner Maschine heraus, was ihn in Rage versetzt: «Was soll das?! Das hat die ganze Maschine verklemmt! Woher – diese Wölkchen sieht aus wie von einer Gewitterwolke! Pluvia Aqua! Das waren bestimmt deine Kinder!» Die Regenwolke erschrickt und versucht sich rauszureden; ihre Kinder haben den Raum bereits fluchtartig verlassen – was den Schuldverdacht nicht gerade schmälert. Die Regenwolke versucht, das Gespräch zurück auf die Festvorbereitungen zu lenken, um den Wettermacher auf andere Gedanken zu bringen. Einen Spaghetti-Plausch später beginnen die Festivitäten einleitend mit einer Wetter-Modenschau aus dem Hause Füürrotä Räge, wobei die Kinder diverse Outfits mit Sonne, Blitz, Wolke und Regen zeigen. Türkis-Tornado-Twister hat einen eigenen Song geschrieben und performt diesen als ganze Gruppe auf der Bühne, bevor die Gäggeligääle Sträätzpulpos eine Live-Nachrichtensendung mit Werbung und Sportberichterstattung zeigen. Gleich anschliessend folgt eine Diashow, die die Highlights der Woche nochmals Revue passieren lässt. Als krönenden Abschluss begeistern die Ultaviolettä Sandalä nach einer kurzen Tanzchoreo im UV-Licht mit eigenen Moves. Nach erbrachter Leistung begeistert das heutige Zvieri, das mit Zuckerwolkenwatte ergänzt wurde. Mit klebrigen Händen und Mündern freuen sich die Kinder nun auf die bevorstehende Disco. Dort werden unter anderem nochmals die Lieblingslieder aus der Morgendisco hervorgeholt und auch die grossen Schlossbewohner schwingen ihre Hüften. Die Angst, dass das Schloss wegen den Eskapaden der Wettermaschine auseinanderfällt und die Streitereien zwischen dem Wettermacher, dem April, der macht was er will, und der Regenwolke sind Schnee von gestern. Die Kinderaugen glänzen, die Bäuche werden hungrig – es ist Zeit für den Znacht in Form von Wienerli mit Hörnlisalat. Die vielen Abenteuer des Tages machen die Kinder aber auch müde, weshalb sich schon bald alle für die traditionelle Gute-Nacht-Geschichte des Sonnen- und des Mondstrahls in der Sternwarte versammeln. Drei Lieder später putzen sich die Kinder die Zähne, ziehen ihre Pyjamas an und klettern ein letztes Mal in ihre Schlafsäcke.


















